Montag, 19. Januar 2015

Wie Monde so silbern von Marissa Meyer

Hallo liebe Lesedetektive,

es tut mir ganz doll leid, dass ich so lange abwesend war, aber leider hatte ich schrecklich viel mit der Schule zu tun. Auch in den nächsten Tagen wird vermutlich nicht so viel kommen, aber ich habe eine Menge mit dem LESEDETEKTIV in den Winterferien vor, die bei mir in zwei Wochen anfangen werden :)

Und damit jetzt erstmal zu dem Buch, das ich euch heute vorstellen möchte: Wie Monde so silbern. Ein spezielles Buch aus einer außergewöhnlichen Reihe... aber seht selbst :)


Lesedetektiv-Wie Monde so silbern
Wie Monde so silber-Marissa
Meyer 


Originaltitel: The Lunar Chronicles 1/Cinder
Reihe: Luna-Chroniken

Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 384
Erscheinung: 2013

Thalia












Handlung:

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf. Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will?
Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie in dem großen Ball, auf dem Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh...

Meine Meinung:

Das Cover finde ich wunderschön. Es wirkt sehr geheimnisvoll durch den Farbwechsel zwischen silber und schwarz und die vielen kleinen Schuhe war ich sofort neugierig geworden, als ich es gesehen habe.

Der Klappentext erschien mir erst einmal etwas befremdlich. Ich war mir unsicher, ob ich nun eine Neuaufbereitung von Cinderella so gebrauchen könnte, aber trotzdem war ich neugierig geworden.
Und zum Glück hat die Neugierde gesiegt, denn der Spaßfaktor bei diesem Buch ist unglaublich hoch.

Dabei spielt der Schreibstil zwar keine große Rolle, aber der Vollständigkeit halber schreibe ich auch etwas dazu. Die Geschichte ist sehr flüssig und einfach zu lesen. Trotz deS Er-/Sie-Erzählers kommen die Gefühle der Charaktere sehr gut zur Geltung, aber dazu später mehr :)

Der Inhalt hat mich mehr als überrascht. Die gesamte dystopische Welt scheint zunächst etwas, naja, befremdlich, aber nach einigen Seiten gewöhnt man sich sehr schnell daran und steckt schon mitten im Geschehen. Natürlich sind viele Elemente allseits bekannt und beliebt unter den heutigen Autoren, aber die Tatsache, dass das Buch im asiatischen Raume spielt, bringt wieder frischen Wind in die Kulisse. 
Und auch viele Spannungselemente kamen sehr überraschend und haben einen sehr großen Spaßfaktor in der Handlung gebildet.

Am wichtigsten aber finde ich an diesem Buch sind (mal wieder...) die Charaktere.
Dabei spielt meiner Meinung nach tatsächlich Cinder die entscheidende Rolle. Anders als vielleicht zu erwarten ist, ist Cinder eine unglaublich toughe Persönlichkeit, die ich mehrere Male um ihren Mut und ihr gesundes Selbstbewusstsein bewundert habe. 
Und auch die Anwesenheit von Prinz Kai, der übrigens ebenso charmant wie sympathisch ist, was eine echte Hürde für seine weiblichen Untertanen/Leserinnen bildet ;), verwandelt sie nicht in ein anstrengendes Schoßhündchen, was sie mir noch sympathischer wirken lässt.
Insgesamt haben mich die beiden also von Anfang an in ihren Bann gezogen und ich musste natürlich erfahren, wie es für die beiden ausgeht. Leider dachte aber Frau Meyer nicht daran, mich aufzuklären, und lässt den Leser nun mit einem unbefriedigenden Cliff-Hanger zurück.

Fazit:

Zusammengefasst ist diese Neuinterpretation von Aschenputtel zwar kein Meisterwerk, es macht aber dennoch eine Menge Spaß, sie zu lesen. Das liegt vor allem an den liebenswürdigen Charakteren und einer spannenden Handlung, die Lust auf mehr aus der Märchenwelt macht.
Übrigens sind bisher drei Teile erschienen, die sich allesamt zwar einzeln mit anderen Grimmschen Märchen befassen, aber dennoch in eine große Welt gehören.

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4 von 5 Sternen

Na, was meint ihr? Eine tolle Idee, die Märchenwelt aufleben zu lassen oder bloß heiße Luft?

Euer Buchdetektiv


Bild von Thalia

Samstag, 3. Januar 2015

Dahin ist aller Glanz von Rosemary Clement-Moore

Hallo liebe Lesedetektive,

heute habe ich ein einzelnes Werk (kaum zu fassen, dass es auch noch Bücher gibt, die zu keiner Reihe gehören, oder?) für euch, auf das ich mich wahnsinnig gefreut habe, als ich es mir aus der Bibliothek ausgeliehen habe. 
Hohe Erwartungen also - ob das nun so gut war, könnt ihr hier nachlesen :)

Lesedetektiv-Dahin ist aller Glanz
Dahin ist aller Glanz-Rosemary
Clement-Moore

Originaltitel: The Splendor Falls

Verlag:cbj
Seitenzahl:512
Erscheinung: 2014

Thalia














Handlung:

Ein falscher Schritt, ein stechender Schmerz und die New Yorker Ballerina Sylvie muss mit gerade siebzehn ihren Traum vom Tanzen aufgeben. Als ihre Mom bald darauf wieder heiratet, steht Sylvie vor dem Zusammenbruch. Zur Erholung wird sie ausgerechnet zur Familie ihres verstorbenen Vaters nach Alabama geschickt.
Im Süden angelangt, findet sich Sylvie auf dem ehemals prachtvollen Herrensitz Bluestone Hill wieder - und begegnet den verfeindeten Jungen Rhys und Shawn, zu denen sie sich merkwürdig hingezogen fühlt. Plötzlich wird Sylvie von Erscheinungen heimgesucht: der Duft von Flieder, ein Mädchen am Fluss, Schreie im Wald. Sylvie beginnt zu forschen und entdeckt ein düsteres Geheimnis...

Meine Meinung:

Wie ich bereits bei meinem Bibliotheks-Haul kurz angesprochen habe, hat mich das Cover fasziniert, weil es so geheimnisvoll durch den Nebel und dieses wunderschöne Kleid wirkt.

Und auch der Klappentext hat in meinem Leser-Gehirn irgendeine Intuitions-Glocke schrillen lassen, sodass ich dieses Buch mitnehmen musste. Vermutlich lag es daran, dass das Buch dieses Geisterfeeling eines alten Anwesens in den Südstaaten versprüht, was man aus den Hitchcock-Filmen kennt :)

Kurzum, meine Erwartungen an dieses Buch waren ungewöhnlich hoch. Bedauerlicherweise wurden diese nicht annähernd erfüllt, sodass ich dieses Werk tatsächlich bei der Hälfte abgebrochen habe. Warum, das werde ich im Folgenden erklären.

Der Systematik halber sage ich zu Anfang etwas zum Schreibstil. Der ist flüssig, locker und einfach zu lesen.

Der erste Punkt, warum ich so enttäuscht bin, liegt schon bei der Handlung. Zwar gestaltet die Autorin den Anfang sehr spannend, sodass der Leser sofort in das Geschehen hineinkatapultiert wird, blöderweise hält diese Spannung aber nur über die ersten zwei Seiten und dann bleibt dieses Tief auch erstmal für die nächsten 50 Seiten bestehen.
Nach einigen weiteren Seiten schleichen sich dann allmählich ein paar Fragen in den Fokus, sodass langsam ein roter Faden entsteht. Schließlich gesellen sich auch ein paar wirklich gruselige Situationen dazu, die (endlich) auf die im Klappentext angesprochene Gruselgeschichte hinweisen. 
Nur leider geht die Handlung trotz des Gruselfaktors nur sehr schleppend voran und mit der Zeit kann man sich denken, was und wer hinter alldem steckt.

Und damit komme ich auch schon zu meinem Hauptstörfaktor: Den Charakteren
Zu Anfang möchte ich erst noch sagen, dass ich - zum Glück - nur sehr sehr wenige Bücher kenne, in denen ich ausnahmslos mit keinem Charakter zurecht komme. 
Leider ist das bei "Dahin ist aller Glanz" genau der Fall.
Zu allen drei Protagonisten - Sylvie, Shawn und Rhys - lässt sich meiner Meinung nach sagen, dass sie keinerlei Tiefgang besitzen und ziemlich platt dargestellt werden. Besonders die beiden Jungen stellen stereotypische Loverboys dar, was sie in meinen Augen alles andere als reizvoll macht.
Nun zu Sylvie: Ich persönlich mochte Sylvie von Anfang an nicht, weil sie mir egoistisch und arrogant erschien. Ich hatte gehofft, sie würde sich im Laufe der Handlung ändern, das tat sie aber nicht.
Somit konnte ich mich leider nicht in die Charaktere hineinversetzen und machte sie durch stereotypisches Verhalten sehr vorhersehbar.

Fazit:

Zusammengefasst bedeutet das, dass ich "Dahin ist aller Glanz" leider auf die Liste der Bücher setzen muss, die ich nicht zu Ende geschafft habe. Das lag vor allem an den platten, mir unsympathischen Charakteren, aber auch an der vorhersehbaren Handlung.
Sehr sehr schade.

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0 von 5 Sternen

Auch wenn es mein Leserherz schmerzt, musste ich das erste mal 0 Sterne vergeben.
Habt ihr das Buch gelesen?

Euer Buchdetektiv

P.S.: Allen Berlinern und Brandenburgern übrigens einen guten Schulstart am Montag :)