Dienstag, 31. März 2015

So wie Kupfer und Gold von Jane Nickerson

Hallo liebe Lesedetektive,

willkommen in den Ferien (alle, die noch schwitzen müssen, mal bitte überlesen) und damit fange ich auch gleich mit meinem Ferien-Blog-Marathon an :)

Viel Spaß!

Lesedetektiv-So wie Kupfer und Gold
So wie Kupfer und Gold-Jane
Nickerson

Originaltitel: Strands of Bronze and Gold

Verlag: cbt
Seitenzahl: 448
Erscheinung: 2013














Handlung

Boston, 1855. Sophia ist 17, als sie nach dem Tod ihres Vaters als Waise dasteht. Da erhält sie einen Brief von ihrem Paten Bernard de Cressac, der sie auf seine Plantage in Mississippi einlädt. In Wyndriven Abbey angekommen, zieht der attraktive Gentleman und sein luxuriöser Lebensstil die junge Frau in seinen Bann. Doch je näher sich die beiden kommen, desto mehr spürt Sophia, dass Bernard eine dunkle Seite hat. Als ihr schließlich immer wieder junge, schöne Frauen mit rotem Haar erscheinen – die ihr selbst sehr ähnlich sehen-, wird Sophia misstrauisch. Sie erfährt, dass Cressac bereits mehrfach verheiratet war und alle Ehefrauen unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen ... Ist Sophia die Nächste? Oder kann sie das Netz, das Cressac um sie gesponnen hat, rechtzeitig zerreißen?

Meine Meinung

Das Cover wirkt meines Erachtens sehr unscheinbar und ich hätte das Buch daher auch beinahe im Regal übersehen. Aber gut, es kann halt nicht nur Glamour-Cover geben.

Der Inhalt war es schließlich, der mich neugierig gemach hat. Zeit und Handlungsort lassen romantische Szenen aus "Vom Winde verweht" vor dem inneren Auge aufsteigen und die Tatsache, dass das Buch mit einem Ausschnitt aus der Grimm'schen Geschichte "Blaubart" (klick zum Nachlesen) beginnt, zwangen mich dann auch letztendlich dazu, das Buch endgültig mitzunehmen :)

Dementsprechend hoch waren natürlich meine Erwartungen bezüglich Monsieur Cressac ( Blaubart...?), aber natürlich auch an der Handlung im Allgemeinen.
So muss ich leider sagen, dass Ersterer zwar als eine sehr interessante und gruselige Persönlichkeit dargestellt wird, die meiner Meinung nach definitiv an den "wahren" Blaubart heranreicht, viele Handlungselemente aber tendenziell erschwerend waren.

Fange ich einmal gleich mit den Charakteren an. Wie bereits gesagt, ist Monsieur Cressac sehr authentisch in der gesamten Atmosphäre und gleichzeitig so verführerisch wie bedrohlich, dass ich beim Lesen regelmäßig eine Gänsehaut bekommen habe. Damit also ein ganz großes Lob für Cressac an die Autorin!
Leider macht die weibliche Protagonistin wieder eine ganze Menge zunichte. So kann ich viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen, da sie im Gegensatz zu ihrer Herkunft und ihren Gedanken stehen. Natürlich muss Sophia in Bernards Gegenwart verwirrt sein, besonders was ihre Gefühle anbelangt, aber trotzdem sollte sie als Person in sich schlüssig sein. 
Schade finde ich auch, dass sie sich so schnell gegen ihren Patenonkel entscheidet und die daraus resultierende Liebesgeschichte empfinde ich als relativ überflüssig.

So komme ich auch gleich zur Handlung. Was am Anfang sehr vielversprechend erscheint, schleppt sich zum Ende doch ziemlich und weist einige Lücken auf. So kommt es, dass der Leser etwa ab der Mitte das Gefühl bekommt, dass der Handlung so langsam, aber allmählich die Luft ausgeht und nur noch vor sich hintröpfelt, bis sie dann letztendlich in das Finale mündet.
Und auch da habe ich das Gefühl, dass dem Finale sprichwörtlich Hand und Fuß fehlt. Natürlich passiert vieles, was auch sehr erschreckend ist, aber insgesamt zieht es sich doch sehr.

Fazit

Insgesamt wird dieses Buch meines Erachtens trotz sehr schön umgesetztem Blaubart nicht dem ursprünglichen Märchen gerecht. Das liegt vorrangig an einer unlogischen Protagonistin, aber auch an der Handlung, die viele Lücken aufweist und damit stetig schwieriger zu verfolgen ist.
Dennoch aber Bonuspunkte für Monsieur Cressac und sein Zauberschloss!

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2 von 5 Sternen

Montag, 30. März 2015

Wie Sterne so golden von Marissa Meyer

Hallo liebe Lesedetektive,

jetzt, wo wir Cinderella wieder im Kino bewundern dürfen, komme auch ich mal zurück zu Cinder und Co.


Viel Spaß :)



Lesedetektiv-Wie Sterne so golden
Wie Sterne so golden-Marissa Meyer

Originaltitel: The Lunar Chronicles/Cress
Reihe: Luna-Chroniken

Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 576
Erscheinung: 2014

Thalia












Handlung

Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat?

Meine Meinung

Das Cover ist - wie zu erwarten - wieder wunderschön gestaltet und passt perfekt zu seinen Vorgängern. Viel zu spät habe ich die vielen kleinen Zöpfe entdeckt... :)

Nachdem mich der zweite Teil leider aufgrund einiger charakterlicher Schwächen nicht ganz überzeugen konnte, waren meine Erwartungen dementsprechend geringer als nach dem ersten Band. Diese Erwartungen konnte dieser Band allerdings mühelos wegpusten und lässt auch noch seine beiden Vorgänger im Schatten versinken.

Das liegt für mich persönlich in erster Linie daran, dass der Leser bei so gut wie jedem Kapitel die Geschehnisse aus einem anderen Blickwinkel betrachten darf und somit mögliche charakterliche Schwächen (jeder hat schließlich seine persönlichen Helden...) keinen negativen Auswirkungen auf die Handlung bzw. die Spannungskurve haben.

Dieser Erzählerwechsel setzt aber auch eine Bedingung vorraus: sehr verschiedene Charaktere. Und unterschiedlicher könnten die in diesem Band nicht sein. Aus den ersten beiden Teilen kennt der Leser natürlich schon Cinder, Thorne, Scarlet und Wolf, die ja alle etwas speziell auf ihre Weise sind. Aber mit Cress gesellt sich zu der kuriosen Gruppe noch eine unglaublich liebenswerte, aber auch sehr schräge Rapunzel dazu und macht damit die Freakshow komplett (Natürlich dürfen wir auch noch andere in der Crew begrüßen, aber Spoiler sind hier nicht erlaubt (:).
Damit will ich sagen, dass die ganz große Stärke dieses dritten Teils in den Charakteren liegt, die allesamt für sich betrachtet besonders sind und insgesamt eine höchst interessante (und teilweise sehr für Lachtränen sorgende) Truppe bilden, die stark an die Guardians of the Galaxy erinnert :)

Doch was wären starke Charaktere in einer monotonen Handlung? Frau Meyer streut die Handlung durch die vielen Protagonisten geschickt auf viele Handlungsorte, die sich teilweise auch nicht auf der Erde befinden.  So kommt das Gefühl eines eigenen Märchen-Universums in der Zukunft noch besser zur Geltung und saugt den Leser regelrecht in diese futuristische Welt.
Dennoch muss ich dazusagen, dass die Handlung leider im mittleren Teil des Buches teilweise auf der Stelle tritt und mir persönlich das Ende doch etwas zu vorhersehbar erscheint.
Nun könnte man natürlich sagen, dass bestimmte Handlungselemente aus den Grimm'schen Märchen übernommen wurden und - wie bei Selection - nun einmal das genau der Reiz der Reihe ist. Aber obwohl die beiden Autorinnen mit demselben Grundgedanken arbeiten, ist das auch die einzige Gemeinsamkeit von Selection und den Luna-Chroniken. Wo Selection veträumt und mädchenhaft ist, da ist das Grund-Statement von Cinder und Co. komplett anders. So wird Cinder schließlich tendenziell wie eine Cyborg-Lara-Croft dargestellt :)
Damit lassen sich meiner Meinung nach diese beiden Reihen schlichtweg nicht miteinander vergleichen und daher finde ich es auch schade, dass die Handlung im mittleren Teil etwas hängt.

Fazit

Puh, das war jetzt sehr lang und sehr viel, aber insgesamt lässt sich sagen, dass der dritte Teil der Luna-Chroniken eine absolut gelungene Fortsetzung des etwas schwächeren zweiten Teils ist. Das liegt vorrangig daran, dass alle Charaktere eine absolute Besonderheit in der Jugendbuch-Welt sind und das Buch damit zu einem einzigartigen Lesevergnügen machen. 
Leider aber muss ich sagen, dass ich das Ende bereits vorhergesehen habe und mich auch im mittleren Teil etwas bemühen musste, weiterzukommen.


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4 von 5 Sternen

Donnerstag, 19. März 2015

Delirium von Lauren Oliver

Hallo liebe Lesedetektive,

heute habe ich den ersten Teil der Amor-Trilogie für euch. Wie der Name der Reihe schon sagt - es geht natürlich um die Liebe...

Euer Buchdetektiv :)



Lesedetektiv-Delirium
Delirium-Lauren Oliver

Originaltitel: Delirium
Reihe: Amor-Trilogie

Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 416
Erscheinung: 2011

Thalia











Handlung:

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

Meine Meinung:

Das Cover zählt für mich persönlich zu den schönsten, die ich kenne. Die Schrift wirkt sehr geheimnisvoll und gleichzeitig träumerisch verschnörkelt, aber auch steril wissenschaftlich durch die Bezeichnung in Klammern. Damit bezieht es sich auch direkt auf den Inhalt, was ja bei vielen Büchern leider nicht der Fall ist. Sehr schön gelöst :)

Der Inhalt wirkt zunächst einmal sehr klischeereich, auch wenn die Vorstellung der Liebe als Krankheit doch neu ist. Daher waren meine Erwartungen auch nicht allzu hoch, aber ich war schon ehrlich neugierig. Und diese Erwartungen hat das Buch auch locker halten können, wobei es sie nun nicht unbedingt gesprengt, aber dennoch für einiges an Lesespaß gesorgt hat.

Der Spannungsbogen und auch der Inhalt an sich ist zwar wie erwartet gut gefüllt mit typischen Jugendbuch-Merkmalen und erleidet auch zur Mitte hin ein kleines Tief, aber trotzdem gibt es auch einige unerwartete Wendungen, die den Leser an das Buch fesseln. 

Die Charaktere sind ebenfalls nicht allzu hervorstechend, was sie allerdings nicht unsympathisch macht. Damit fiebert der Leser natürlich mit Alex und Lena mit, wie es für die beiden ausgeht (wobei sich Frau Oliver offenbar einen Spaß daraus macht, den Leser mit einem besonders gemeinen Cliff-Hanger zurückzulassen...).

Das Besondere an diesem Auftakt ist aber vor allem die Idee, die dahintersteckt. Und genau damit spielt die Autorin auch viel. So lassen sich Auszüge über beispielsweise die Gefahren der "Krankheit Liebe" am Anfang eines Kapitels wiederfinden, die dem Leser nahelegen, wie diese Gesellschaft zustande gekommen ist. Diese Auszüge bilden ein sehr hilfreiches und teilweise auch gar nicht so weit hergeholtes Hintergrundwissen, was das gesamte Buch zu einer interessanten Sichtweise auf die heutige Gesellschaft macht.

Fazit:

Insgesamt ist "Delirium" zwar kein besonders einschneidendes Leseerlebnis, hat aber dennoch viele Stärken, die vor allem auf der Handlung und der Darstellung der Gesellschaft beruhen. 
Nicht zuletzt wegen des mehr als offenen Endes werde ich letztendlich wohl auch den zweiten Teil lesen, um zu erfahren, ob es für Alex und Lena eine Zukunft in einer Welt ohne die Liebe gibt :)


& & & & &
3 von 5 Sternen

Dienstag, 17. März 2015

Die Bestimmung (Trilogie) von Veronica Roth

Hallo liebe Lesedetektive,

nachdem ich euch nun alle drei Teile von Veronica Roth's Erfolgstrilogie vorgestellt habe, fasse ich heute noch einmal alles zusammen, da doch meine Bewertungen zu den einzelnen Teilen sehr verschieden waren :)

Viel Spaß!
Lesedetektiv-Die Bestimmung (Reihe)
Die Bestimmung-Veronica Roth


Handlung:

Allgemein geht es um die sechzehnjährige Beatrice, kurz Tris, die in einer Gesellschaft in der Zukunft lebt, die in verschiedene Fraktionen aufgeteilt ist, die wiederum gewisse Tugenden als die wichtigsten erachten und aus diesem Grund verschiedenen Aufgabenbereichen zur Stadterhaltung und -verwaltung zugeteilt sind. Auch Tris steht vor dieser Entscheidung und wählt schließlich die furchtlosen Ferox, obwohl sie von dem vorangegangenen Test als Unbestimmte identifiziert worden ist, was sie als nicht eindeutig in der Gesellschaft passend kennzeichnet. Und genau das soll ihr noch zum Verhängnis werden...

Die Teile:

1. Die Bestimmung
2. Tödliche Wahrheit
3. Letzte Entscheidung

Meine Meinung:

Sehr schwierig, dieser Reihe eindeutig einen bestimmten Eindruck zuzuordnen, da diese Trilogie eine ordentliche Entwicklung erfährt. Wo der erste Teil noch aus einer relativ naiven Sichtweise erzählt wird, aber dennoch unglaublich spannend und auch witzig ist, so erleidet die Reihe ihren absoluten Tiefpunkt im zweiten Teil. Die Handlung tritt teilweise sehr auf der Stelle und die Handlungen der Charaktere sind schlecht nachvollziehbar. Dazu kommt, dass die meisten (wichtigen) Personen wie die Fliegen sterben, was ich auch im Nachhinein der Autorin nicht so ganz verziehen habe. Im dritten Teil ist dann jedoch schon sehr stark die persönliche Entwicklung von Tris zu merken, was sich dann eben auch auf ihre Handlungen auswirkt und damit wieder mehr Schwung in die Handlung bringt. Dafür muss ich leider zugeben, dass mir persönlich Four im letzten Teil merklich unsympathischer wird, was aber auch den letzten Teil noch einmal in ein sehr interessantes Licht wirft, vor allem wenn "die große Entscheidung" getroffen ist. 
Zu dieser sei nur so viel gesagt (ich hatte mich in meiner letzten Rezension sehr darüber ausgelassen...), als dass ich meinen Hut vor Veronica Roth für diesen Ausgang ziehe, obwohl ich mir dennoch ein anderes Ende gewünscht hätte. 

Doch ist es auch genau diese Entscheidung, die diese Reihe in meiner Wertung so weit nach oben katapultiert. Und damit empfehle ich "Die Bestimmung" in erster Linie allen Mädchen, die Fans von Romantik und Science-Fiction sind, aber trotzdem nicht allzu zart besaitet sind und vor allem mit "überraschenden" Enden auskommen :)


& & & & &
4 von 5 Sternen

Sonntag, 15. März 2015

Die Bestimmung-Letzte Entscheidung von Veronica Roth

Hallo liebe Lesedetektive,

obwohl ich ja alles andere als begeistert gewesen bin von Die Bestimmung-Tödliche Wahrheit, habe ich mich dennoch an den dritten und finalen Teil der Weltbestseller-Reihe herangewagt.


Viel Spaß :)



Lesedetektiv-Die Bestimmung 3
Die Bestimmung-Letzte
Entscheidung - Veronica Roth

Originaltitel: Allegiant
Reihe: Die Bestimmung

Verlag: cbt
Seitenzahl: 512
Erscheinung: 2014

Thalia














Handlung:

Die Lüge hinter dem Zaun holt Tris und Four ein-
Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht ...


Meine Meinung:

Das Cover passt wieder gut zu seinen beiden Vorgängern und macht definitiv Lust auf den Inhalt. Allerdings kann ich mir nicht so ganz erklären, was die Welle dort zu suchen hat...

Dass nun eine unglaublich große Lüge aufgedeckt wird, ist an sich kein besonders neuer inhaltlicher Stoff in der Literatur. Dennoch war ich sehr neugierig, was es nun mit dieser letzten großen Entscheidung auf sich hat. Und letztendlich wurde ich mehr als überrumpelt.

Ich hatte vor dem Lesen viel im Netz gelesen, dass die Meinungen über das ganz große Ende sehr kontrovers sind. Und tatsächlich ist es auch sehr gewagt, um es vorsichtig auszudrücken. 
Doch fange ich einmal vorne an. Die erste Hälfte zieht sich leider etwas, doch nimmt das Buch etwa ab der Hälfte ziemlich an Fahrt auf. Auch geht glücklicherweise das Massensterben in diesem Teil ein gutes Stück zurück, was den Leser wieder mehr an die Handlung fesselt :)
Tja, und dann kommt dieser eine Moment bzw. dieses eine Kapitel, in den letztendlich und rückblickend betrachtet alle anderen Momente/Kapitel dieser Reihe münden. Und ich muss ehrlich sagen, auch wenn ich diese Lösung alles andere als schön finde und auch denke, dass man das gesamte Dilemma anders hätte lösen können, so ziehe ich dennoch meinen Hut vor Frau Roth. Das muss sie als Autorin einiges an Willenskraft gekostet haben, die Reihe so zu beenden!

Zu den Charakteren sei nur so viel gesagt, dass mir Tris wieder etwas sympathischer geworden ist, während ich über Fours Handeln mehr als einmal den Kopf schütteln musst. Insgesamt aber wirkt der gesamte Roman vor allem durch Four und Tris, die sich zwar versöhnen, aber dennoch immer mehr parallel zueinander existieren, sehr hoffnungslos und melancholisch, weswegen ich zum Lesen wirklich ruhige Orte empfehle, statt für-die-Bahn-zwischendurch :)

Fazit:

Auch wenn viele Fans milde ausgedrückt wütend über dieses Ende sind und ich auch mit Traurigkeit darauf zurückblicke, hat sich die Autorin bei mir ordentlich den Respekt verdient, den sie bei mir in Folge des zweiten Bandes verloren hat. Die Bestimmung-Letzte Entscheidung hat sich im Nachhinein betrachtet trotz anfänglicher Schwierigkeiten sehr in meinem Kopf festgesetzt und mich wirklich beeindruckt. Ein sehr würdiger Abschluss!


& & & & &
4 von 5 Sternen

Euer Buchdetektiv

Mittwoch, 11. März 2015

Dämonentochter - verführerische Nähe von Jennifer L. Armentrout

Hallo liebe Lesedetektive,

pünktlich zum Erscheinen des letzten Teils der Dämonentochter-Reihe stelle ich euch den dritten und damit vorletzten Teil rund um Alex, Aiden und Seth vor.

Viel Spaß :)

Lesedetektiv-Dämonentochter 4
Dämonentochter-verführerische Nähe -
Jennifer L. Armentrout

Originaltitel: A Covenant Novel #3
Reihe: Dämonentochter

Verlag: cbt
Seitenzahl: 480
Erscheinung: 2014













Handlung:

Alex weiß nicht, ob sie den Tag ihres Erwachens als Apollyon erleben wird. Sie wird von einem alten, längst vergessenen Orden gejagt und versucht gleichzeitig, ein tödliches Verbrechen zu verbergen, das sie und Aiden den Kopf kosten kann. Als Alex hinter ein weiteres Geheimnis um ihre Herkunft kommt, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen – und das ist schon kompliziert genug, denn ihre Bestimmung bindet sie an den göttlichen Seth … ihr Herz aber an Aiden.

Meine Meinung:

Das Cover passt wieder gut zu den anderen beiden Teilen und kennzeichnet damit deutlich die Reihen-Zusammengehörigkeit. Ansonsten ist es aber nicht außerordentlich auffallend wie zum Beispiel das von Selection.

Nachdem ich die letzten beiden Teile eher mittelmäßig bewertet hatte, war ich dennoch besonders neugierig auf diesen Teil, in der Hoffnung auf Alex' Erwachen, damit wieder etwas Schwung vor allem in die Dreiecksbeziehung kommt. Und nun ohne zu spoilern, bin ich positiv überrascht von diesem Band :)

Der Schreibstil ist wieder einfach und flüssig geschrieben, sodass sich das Buch sehr schnell wegliest.

Und wie bereits gesagt, ist der Lesespaß in diesem Teil um einiges höher als in den beiden Vorgängern. Das liegt schlichtweg daran, dass es viele unerwartete Wendungen und böse Überraschungen gibt, die den Leser ordentlich auf Trab halten.

Dabei spielen die Charaktere keine besonders große Rolle, im Gegenteil setzt Frau Armentrout nun deutlich mehr auf die Handlung. Trotzdem möchte ich noch dazu sagen, dass Seth nach wie vor mit seiner gesamten Art für Lacher, Alex mit ihren Entscheidungen für Kopfschüttler und Aiden mit seinem Beschützerinstinkt für verzweifelte Aufstöhner seitens des Lesers sorgt. Damit bleibt uns das Freak-Gespann uns auch in diesem Band erhalten ;)

Fazit:

Trotz der vergleichsweise kurzen Rezension hat der Nachfolger von Dämonentochter-verlockende Angst einiges mehr zu bieten als seine beiden Vorgänger in puncto Handlung. Damit ist großes Lesevergnügen garantiert, aber zu meinen Lieblingen schafft es dieser Band nicht.


& & & & &
3,5 von 5 Sternen

Na, wer läuft heute schon in den nächsten Bücherladen, um den letzen Band zu kaufen? Hier habe ich einmal den Link zu Thalia für euch: 

Euer Buchdetektiv :)

Montag, 9. März 2015

Selection von Kiera Cass

Hallo liebe Lesedetektive,

heute bringe ich euch das Ergebnis aus Germany's Next Topmodel+Der Bachelor+Cinderella mit. Klingt seltsam? Fand ich auch zunächst, aber seht selbst... :)

Lesedetektiv-Selection
Selection-Kiera Cass

Originaltitel: Selection
Reihe: Selection

Verlag: Fischer kjb
Seitenzahl: 368
Erscheinung: 2013












Handlung:

Die Chance deines Lebens:
35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?


Meine Meinung:

Tatsächlich bin ich auf dieses Buch über das Cover gekommen. Denn obwohl dort ein Model abgebildet ist (ich finde, Menschen haben auf Büchern einfach nichts verloren...), ist mir dieses Buch förmlich entgegengesprungen. Die Schrift ist wunderbar verschnörkelt, die Spiegel machen es geheimnisvoll und das Kleid ist einfach ein Traum! Damit fängt das Buch auch sofort die Zielgruppe ein, auf die es mit der Handlung ebenfalls abzielt: nämlich tendenziell Mädchen :)

Und damit komme ich auch gleich zur Handlung. Die wirkt zunächst etwas befremdlich und gleichzeitig vertraut. Märchenstoff vermischt mit Erfolgs-Reality-Shows in der Zukunft? Ich muss zugeben, ich war auch höchst skeptisch, ob das so funktioniert, doch ich wurde sehr überrascht :)

Der Schreibstil ist sehr einfach und zu Anfang etwas holperig, aber dennoch liest sich das Buch sehr schnell. 

Das liegt vor allem daran, dass handlungstechnisch nicht viel passiert, es gibt kaum Action, worauf doch mittlerweile viele Autoren setzen. Stattdessen wird dem Leser hauptsächlich das Leben der Kandidatinnen am Hof beschrieben, was natürlich für viele Lacher sorgt, aber auch teilweise erschreckend ist, wenn dem Leser wortwörtlich vor Augen gehalten wird, wie verlogen und falsch doch alles "hinter den Kulissen" ist.

Und obwohl die wichtigsten Handlungselemente doch von Beginn an sehr vorhersehbar sind, ist der Spaßfaktor an "Selection" unglaublich hoch. Das liegt zwar nicht hauptsächlich an den Charakteren, doch vervollständigen sie das gesamte Bild, das die Autorin insgesamt erzeugen will. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass mir persönlich America und auch die meisten anderen Kandidatinnen höchst unsympathisch sind, so hat mich vom ersten Moment an Maxon absolut in seinen Bann gezogen.
Und so schafft die Autorin eine durch und durch märchenhafte Welt: Alle Charaktere handeln nach einem bestimmten Muster, es gibt die Guten und die Bösen, die Heldin und ihren Prinzen. Nun sagen einige Leser, dass das Buch komplett konstruiert ist, doch ich finde, dass genau das der Reiz an dieser Geschichte ist. Natürlich ist von vornherein klar, wie es für wen ausgeht und wer welche Rolle spielt, doch wollte nicht jeder mal irgendwann Prinzessin sein und seinen Traumprinzen finden? Ich für meinen Teil sehe diesen Auftakt als eine Reise in die Märchenwelt aus der Kindheit an und lasse mich sehr gerne wieder in den Königspalast voller Kleider, Schmuck und rauschenden Bällen entführen, um mit America und Maxon mitzufiebern :)

Fazit:

Tja, da habe ich das Fazit wohl schon vorweg genommen. Insgesamt zählt dieser Auftakt nicht zu meinen Lieblingsbüchern, weil es ihm dafür schlichtweg an Tiefgang fehlt, aber dennoch ist "Selection" ein wunderbarer Lesespaß für alle, die schon immer insgeheim mal in die Rolle der Cinderella schlüpfen wollten, allein schon, um sich vom Prinzen verführen zu lassen ;)


& & & & &
4 von 5 Sternen

Na, was sagt ihr? Funktioniert so etwas oder ist das doch zu speziell?
Hier habe ich noch den Buchtrailer für euch, ich fand ich ganz schön... :)

Euer Buchdetektiv



Sonntag, 1. März 2015

Die Bestimmung-Tödliche Wahrheit von Veronica Roth

Hallo liebe Lesedetektive,

neulich hatte ich euch den Weltbestseller Die Bestimmung vorgestellt. Heute mache ich mit dem zweiten Teil "Tödliche Wahrheit" weiter.

Viel Spaß :)

Lesedetektiv-Die Bestimmung 2
Die Bestimmung-Tödliche
Wahrheit - Veronica Roth

Originaltitel: Insurgent
Reihe: Die Bestimmung

Verlag: Goldmann 
Seitenzahl: 512
Erscheinung: 2012













Handlung:

Die Aufnahme in eine der fünf Fraktionen sollte ein feierliches Ereignis für Beatrice werden – und endete in einer Katastrophe: Zwar konnte die 16-Jährige, die als Unbestimmte über besondere Fähigkeiten verfügt, verhindern, dass ihre gesamte ehemalige Fraktion ausgelöscht wird. Doch viele mussten ihr Leben lassen. Mit den Überlebenden haben Beatrice und ihr Freund Tobias sich zu den Amite geflüchtet. Aber auch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Beatrice entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt ...

Meine Meinung:

Das Cover passt auch schon wie beim ersten Teil wieder sehr gut zum Inhalt und ist auch in demselben Layout gehalten wie sein Vorgänger, womit es schon mal den Wiedererkennungsfaktor auf seiner Seite hat. Gut gelöst also :)

Nachdem mich der erste Teil so positiv überrascht hatte, waren meine Erwartungen an diesen Auftakt natürlich sehr hoch. Leider muss ich sagen, dass er diese nicht erfüllen konnte.

Denn obwohl die Handlung wieder unglaublich spannend ist und einige atemberaubende, aber auch schreckliche Wendungen hat, hat sie doch zwar einen kleinen, meiner Meinung nach aber nicht unerheblichen Makel: Für meinen Geschmack sterben doch entschieden zu viele Leute, sodass nach einiger Zeit der Leser regelrecht "abgehärtet" ist, was der Spannungskurve leider nicht allzu gut bekommt. Dazu kommt, dass die vielen Tode nach einiger Zeit (ja, die Handlung ist relativ kurz für gute 500 Seiten...) fast schon lächerlich wirken und der Handlung damit überhaupt der Reiz genommen wird.

Leider bilden in diesem Teil den größten Kritikpunkt die Charaktere. Denn wie ich bereits in meiner Rezension zum ersten Teil erwähnt hatte, fehlte mir von Anfang an etwas der Tiefgang in Fours bzw. Tobias Charakter. Das ändert sich auch im zweiten Teil nicht besonders.
Besonders schade finde ich allerdings die charakterliche Entwicklung von Tris. Viele ihrer Handlungen kann ich schlecht nachvollziehen und ihre ständigen Selbstmord-Aktionen sind zwar am Anfang noch durchaus spannend, lassen mich zum Ende hin das Buch aber immer wieder weglegen, sodass ich ungewöhnlich lange für diesen Teil gebraucht habe.

Fazit:

Insgesamt liegt die Fortsetzung von Die Bestimmung in meinen Augen leider weit hinter dem ersten Teil zurück. Das liegt vor allem daran, dass ich sehr unzufrieden mit der Entwicklung Tris' bin, aber auch, dass sich für meinen Geschmack unnötig viele Charaktere ins Jenseits verabschieden müssen.
Dennoch möchte ich dazu sagen, dass die Handlung abgesehen davon viele spannende Wendungen nimmt und den Leser mit einem so gemeinen Cliff-Hanger zurücklässt, dass ich wohl oder übel den letzten Teil auch noch lesen muss :)


& & & & &
2 von 5 Sternen

Und trotz der durchaus Kontroversen Meinungen zum ersten Film, erwartet uns voraussichtlich am 19. März auch der zweite Film "Insurgent". Hier habt ihr einmal den Trailer:


Na, was meint ihr? Ziemlich actiongeladen, oder?

Euer Buchdetektiv